Gestaltung und Demokratie

Neubeginn und Weichenstellungen im Rheinland und in Westfalen

„Die Welt neu denken“ – nicht mehr und nicht weniger schwebte Walter Gropius vor, als er 1919 das Staatliche Bauhaus in Weimar und damit eine der weltweit einflussreichsten Institutionen der Moderne gründete.

2019 findet das 100-jährige Gründungsjubiläum als bundesweites Kulturereignis mit internationaler Strahlkraft statt. Für Nordrhein-Westfalen hat das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW gemeinsam mit den Landschaftsverbänden Rheinland (LVR) und Westfalen-Lippe (LWL) die Projektkoordination übernommen. Schirmherrin von „100 jahre bauhaus im westen“ ist die NRW-Ministerin für Kultur und Wissenschaft, Isabel Pfeiffer-Poensgen.

Im Sinne der Bauhaus-Idee, die Welt neu zu denken, verorten die NRW-Projekte das Bauhaus nicht nur in seinem kulturhistorischen, sondern auch in seinem sozial-, industrie- und politikgeschichtlichen Umfeld. Dabei erinnert „100 jahre bauhaus im westen“ auch an die Gründung der ersten deutschen Demokratie, der Weimarer Republik 1919. Die Verknüpfung von kunst- und kulturgeschichtlichen Themen mit historisch-politischen Themen ist Alleinstellungsmerkmal des NRW-Projektes im bundesweiten Vergleich, ebenso wie die enge Beziehung von Bauhaus und Industriekultur.

„100 jahre bauhaus im westen“ wird über Bekanntes hinaus viel Unbekanntes und Neues sichtbar machen. So werden nicht nur die großen Namen wie Albers, Itten, Mies oder Wagenfeld eine Rolle spielen, sondern auch bislang weniger prominente Bauhäuslerinnen und Bauhäusler.

Das Auftaktsymposion „Viel Neues im Westen“ läutet das Jubiläum in NRW am 13. und 14. September im UNESCO-Welterbe Zollverein in Essen ein.

Schon ab März 2018 bieten drei Ausstellungen zu Peter Behrens einen Vorgeschmack auf das Bauhaus-Jubiläum. Anlass ist sein Geburtstag, der sich 2018 zum 150. Mal jährt. War es doch Behrens, der einige der großen Meister der Moderne ausbildete – Walter Gropius, Ludwig Mies van der Rohe, Le Corbusier.

Projektbroschüre zum Download (PDF)

SONDERHEFT_BAUHAUS.pdf


„Die Welt neu denken“,

Symposion zum Auftakt des Bauhausjahres 2019 in NRW am 13./14.9.2018 im UNESCO-Welterbe Zollverein, Essen

Das Symposion ist der programmatischen Auftakt zum facettenreichen Ausstellungs- und Veranstaltungsprogramm „100 jahre bauhaus im westen“, mit dem NRW 2018-2020 einen besonderen Beitrag zum bundesweiten Bauhaus-Jubiläum leistet: Unter dem Motto „Gestaltung und Demokratie“ verknüpft es das Bauhaus-Jubiläum mit dem 100. Jahrestag der Gründung der Weimarer Republik.

Das Symposion befasst sich sowohl mit dem Neuen Bauen und Gestalten im Rheinland und in Westfalen als auch mit den Wurzeln, Zielmarken und Bewährungsfeldern einer neuen demokratischen Verfassung. Damit verortet es die Ideen des Bauhauses und seine Utopien zum neuen Menschen, zur neuen Stadt und zur neuen Welt in der Zeit, die das Bauhaus neu gestalten wollte. Gleichzeitig richtet es den Blick auf die Nachwirkungen und die heutige Aktualität der damaligen Entwicklungen.

Im Geiste der transdisziplinäre Praxis des Bauhauses bringt das Symposion unterschiedliche Wissenschaften, Museen und Schulen zusammen. Fachleute wie der Politikwissenschaftler Michael Dreyer, der Architekturhistoriker Werner Durth, die Bauhausexpertin Anja Baumhoff oder der Landschaftsarchitekt Andreas Kipar bereichern das Programm und regen zum Austausch an. Die Veranstaltung ist zugleich als Lehrerfortbildung geplant

Das Symposion wird ausgerichtet vom NRW-Ministerium Kultur und Wissenschaft, den Landschaftsverbänden Rheinland und Westfalen-Lippe sowie der Architektenkammer NRW und dem An-Institut Moderne im Rheinland der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf.

Die Anmeldung wird in Kürze freigeschaltet.


Kontakt

Geschäftsbüro „100 jahre bauhaus im westen“

Alexandra Hilleke

Augustinerstraße 10-12

50667 Köln

T +49 (0)221 809 7018

lenkungskreis@bauhaus100.nrw.de


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