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Bestimmungen für die Verleihung des vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe gestifteten Konrad-von-Soest-Preises (Westfälischer Kunstpreis) in der Fassung vom 14.02.2007

§ 1
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe vergibt einen mit EUR 12.800 dotierten Kunstpreis, der nach dem Maler Konrad-von-Soest benannt ist und im Untertitel den Namen „Westfälischer Kunstpreis“ führt. 

§ 2
Der Preis wird im jährlichen Wechsel mit dem Annette-von-Droste-Hülshoff-Preis (Westfälischer Literaturpreis) und dem Hans-Werner-Henze-Preis (alle 6 Jahre) für besondere Leistungen auf dem Gebiet der Bildenden Kunst verliehen.

§ 3
Er wird an Personen verliehen, die aus Westfalen stammen oder in Westfalen ansässig sind. In Ausnahmefällen kann der Preis für ein Werk verliehen werden, das für Westfalen von besonderer Bedeutung ist.  

§ 4  
Die Jury besteht aus 10 Mitgliedern:

  • dem Direktor/der Direktorin des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe
  • dem/der LWL-Kulturdezernenten/in des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe
  • dem Vorsitzenden/der Vorsitzenden und dem stellvertretenden Vorsitzenden/der stellvertretenden Vorsitzenden des Kulturausschusses
  • dem Direktor/der Direktorin des LWL-Landesmuseums für Kunst und Kulturgeschichte, Westfälisches Landesmuseum in Münster oder einem/er von ihm/ihr zu benennenden Mitarbeiter/in
  • drei ausübenden Künstlern/innen, von denen wenigstens eine/r dem westfälischen Kulturraum angehören soll.
  • ein Jurymitglied aus dem Bereich der Kunstkritik oder der Kunstmuseen
  • einem Hochschullehrer/einer Hochschullehrerin mit Lehrbefugnis für Kunstgeschichte an den Universitäten in Westfalen oder an der Kunstakademie Münster

Die unter a), b) und c) genannten Mitglieder der Jury können sich im Verhinderungsfall vertreten lassen.
 
Weitere in der Landschaftsversammlung vertretene Fraktionen haben das Recht, ein Mitglied in beratender Funktion für die Jury zu benennen, das vom Kulturausschuss bestellt wird.

§ 5
Die unter e) bis g) genannten Mitglieder der Jury werden von der LWL-Kulturabteilung des LWL vorgeschlagen und vom Kulturausschuss beschlossen.
 
§ 6
Folgende Personen werden von der LWL-Kulturabteilung des Landschaftsverbandes rechtzeitig aufgefordert, begründete Kandidatenvorschläge abzugeben, die 8 Wochen vor der Jurysitzung vorliegen sollen:

  • die Mitglieder der Jury
  • der Rektor/die Rektorin der Kunstakademie Münster
  • die Leiter/Leiterinnen von mindestens drei Museen in Westfalen, die eine Abteilung für Kunst der Moderne haben
  • der/die Vorsitzende des Westfälischen Kunstvereins.


§ 7
Die Jury wird vom Direktor/der Direktorin des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe einberufen und geleitet. Sie ist beschlussfähig, wenn sechs Mitglieder anwesend sind.
 
§ 8
Es entscheidet die Mehrheit der Ja- über die Nein-Stimmen. Bei Stimmgleichheit wird die Abstimmung wiederholt. Bei erneuter Stimmgleichheit entscheidet der/die Vorsitzende der Jury. Die Abstimmung ist nicht geheim. 

§ 9
Der Preis kann nur einmal an dieselbe Person verliehen werden. In Ausnahmefällen kann er zwei Preisträgern/Preisträgerinnen zuerkannt werden. Eine Nicht-Vergabe des Preises ist möglich.

§ 10 
Entscheidet sich die Jury, den Konrad-von-Soest-Preis nicht zu vergeben, wird die Preissumme zur Förderung und Pflege der Bildenden Kunst in Westfalen-Lippe verwandt, insbesondere zur Förderung junger westfälischer Künstler/Künstlerinnen. Das Preisgericht ist berechtigt, Vorschläge zu machen.