Anna Sundström
2021
Die Fotografin Anna Sundström lebt auf Gotland und arbeitet dort als freiberufliche Fotografin. Sie beschäftigt sich hauptsächlich mit Porträts und Stillleben und realisiert eigene künstlerische Projekte. Unter anderem hat sie zwei geschlossene Stationen der psychiatrischen Klinik in Visby sowie Empfangsbereiche und Warteräume im Visbyer Krankenhaus gestaltet. Sie erhielt das "Special Assignment 2022" der Region Gotland, eine Förderung für professionelle Kulturschaffende, aus der das Projekt „From Death to Life“ hervorging.
„Meine Zeit in Dortmund war für mich sehr prägend. Ich habe freundliche Menschen kennengelernt, die mir die Stadt gezeigt haben. Der große Westfalenpark hat es mir besonders angetan, dort bin ich fast jeden Tag spazieren gegangen und habe Fotos gemacht.“
„Das Projekt, an dem ich arbeitete, war stark vom Park geprägt, ebenso wie von der Vergänglichkeit der Natur und unseres eigenen Lebens.“
Über die Arbeiten:
„Ich habe dieses Projekt während meines Aufenthalts im Künstler*innenhaus in Dortmund begonnen. Das Projekt mündete in zwei Ausstellungen in Visby auf Gotland. Die Arbeiten ‚Practice Breathing‘, ‚Furlough‘ und ‚No longer here‘ sind Teil einer Serie von 14 Bildern. Das gesamte Projekt trägt den Titel ‚From Death to Life‘."
Das Projekt stellt Fragen nach der Vergänglichkeit, nach dem Dasein in der Lücke zwischen Vergangenheit und Zukunft, nach dem Mut, den Schritt ins Neue zu wagen, und nach dem Mut, das hinter sich zu lassen, was zu Ende gegangen ist. Die Bilder werden auf dünnes Lokta-Papier gedruckt, im Boden vergraben und dann mit Spuren und Flecken „wieder zum Leben erweckt“. Ein Symbol dafür, dass wir nicht alles kontrollieren können, was uns im Leben widerfährt. Die Künstlerin möchte, dass die Werke uns an die Vergänglichkeit unserer irdischen Existenz erinnern und uns dazu anregen, das Leben hier und jetzt in vollen Zügen zu genießen.